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Formost sucht in erster Linie nach Qualität und wirklich „guten Waren“. Wenn etwas heute noch produziert wird, dass eine lange Tradition hat, spricht allein das für eine zeitlose Lösung. Das Umfeld und die Ideen zu kennen, aus denen ein Produkt hervorging, wird dann zu einer Geschichte, von der wir genauso gern erzählen wie von den Menschen hinter den Produkten.

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Zeitschrift Bauhaus 7 erschienen

Die Bauhäusler sahen sich in ihrer Individualität immer als Teil eines gestaltenden Kollektives, das gemeinsam Visionen zum modernen Leben entwirft und ausprobiert. Dabei änderte sich das Grundverständnis des Kollektiven über die Jahre, nicht zuletzt durch den Wechsel der Direktoren. Walter Gropius, Hannes Meyer und Ludwig Mies van der Rohe: von der idealistischen Idee einer elitären Gemeinschaft über genossenschaftliche Kollektivmodelle bis hin zu liberalen Team- und Netzwerkideen. 

Die Zeitschrift Bauhaus begibt sich in Essays, Interviews und Fotostrecken auf eine Spurensuche des Kollektiven am Bauhaus und fragt nach dessen zeitgenössischer Bedeutung. Vom gemeinschaftlichen Leben in den Meisterhäusern, von legendären Zusammenkünften wie dem 4. CIAM-Kongress in Athen oder den Bauhausfesten in Weimar und Dessau über Hannes Meyers Prinzip Coop und Gropius' Architektenkooperation TAC bis zu kollektiven Neuanfängen in Chile, Syrien oder Spanien. Die Zeitschrift verknüpft historische Reflexionen mit vielfältigen Perspektiven auf die aktuelle kollektive Praxis in Kunst, Architektur und Gesellschaft. 

Die Zeitschrift Bauhaus 7 ist im Verlag Spectorbooks erschienen und ist erhältlich im Bauhaus Dessau, im Buchhandel und in gut sortierten Bahnhofsbuchhandlungen. Direktbestellung über den Verlag per E-Mail: mail [at] spectorbooks [dot] com und über www.bauhaus-dessau.de/onlineshop.

Für weitere Informationen über die neue Ausgabe der Zeitschrift sowie für Leseproben besuchen Sie bitte die Homepage der Stiftung Bauhaus Dessau.

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UMBOs Fotografien jetzt auch in Dessau

Neben László Moholy-Nagy ist Otto Umbehr, genannt UMBO, der bedeutendste Fotokünstler, der aus dem Bauhaus hervorgegangen ist und dessen Werk bis heute für die Fotografie der Moderne steht. Geprägt von frühen Erfahrungen im Umfeld der Wandervogelbewegung besuchte er von 1921 bis 1923 das Staatliche Bauhaus in Weimar und wandte sich 1926, angeregt durch seinen Freund Paul Citroen, in Berlin der Fotografie zu. UMBOs Anfangsjahre als Fotograf waren geprägt von der Welt der Schauspieler- und Künstlerbohème. Die Melancholie der Großstadt wurde sein großes Thema. Für die Wiedergabe urbaner Landschaften beschritt er einen ganz persönlichen Weg, eine Ästhetik, in der die Formprinzipien des „Neuen Sehens“ mit der expressiven Ästhetik seines Bauhaus-Lehrers Johannes Itten zusammen gehen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Atelier UMBOs und damit auch sein Archiv bei einem Bombenangriff auf Berlin zerstört. Hannover wurde zum Lebensmittelpunkt des Künstlers. In den 1950er-Jahren entstanden Fotogramme, Portraits und Reportagen vor allem für britische Auftraggeber. Als Lehrer für Fotografie und als Mitarbeiter der Kestner-Gesellschaft blieb UMBO der Kunst verbunden, doch sein Werk geriet in Vergessenheit. 1979 dann zeigte die Spectrum Photogalerie in Hannover eine erste Einzelausstellung UMBOs nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Wiederentdeckung in den 1980er-Jahren, noch kurz vor UMBOs Tod im Jahre 1980, ist seinem Galeristen Rudolf Kicken zu verdanken, der dem Fotografen versprochen hatte, sein Lebenswerk zu bewahren und sich für dessen Unterbringung in einem deutschen Museum einzusetzen. 

Den komplexe Ankauf des UMBO Nachlasses trieb dann auch die Galerie Kicken Berlin voran. Zusammen mit der Tochter des Künstlers, Phyllis Umbehr, und ihrem Ehemann Manfred Feith-Umbehr sowie durch die Kulturstiftung der Länder und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Ernst von Siemens Kunststiftung und die LOTTO-Stiftung Berlin wird die Erwerbung des fotografischen Gesamtwerkes möglich.

UMBOs Werke sind für die Sammlungen der drei Museen ein substanzieller Zugewinn. Für die Berlinische Galerie zeichnen seine Arbeiten aus den 1920er- und den frühen 1930er-Jahren ein repräsentatives Bild der kulturgeschichtlich bedeutenden Zeit der Weimarer Republik, der vielleicht wichtigsten Jahre der Moderne in Berlin. Für Hannover bedeutet der Ankauf einerseits ein Stück wiederentdeckter Kunstgeschichte der Stadt. Zum anderen ist er ein wichtiger neuer Baustein und eine markante Erweiterung der Fotoabteilung, auch im Hinblick auf die Geschichte der Bildreportage. Die Stiftung Bauhaus Dessau hat jenen Teil des UMBO Nachlasses aufgenommen, der im unmittelbaren Bezug zur Fotografie am Bauhaus steht. Durch die UMBO Werke wird nun der Bereich Fotografie als Bestandteil der Sammlung deutlich gestärkt. 

Die drei Museen haben vereinbart, die wissenschaftliche Erschließung und Vermittlung in enger Zusammenarbeit umzusetzen und sich jeweils die Teilbestände zur Ausleihe zur Verfügung zu stellen. 2019 ist eine gemeinsame Ausstellung der drei Häuser geplant, mit jeweils inhaltlichen Schwerpunkten. 

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