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QUELLE: BAUHAUS-ONLINE.DE

Bauhaus-Kopf: Max Nehrling

Max Nehrling wurde am 11. Mai 1887 in Posen (Poznan) geboren. Schon 1899 – im Alter von gerade 12 Jahren – begann Nehrlings künstlerische Laufbahnan der Großherzoglichen Freien Zeichenschule in Weimar. Ab 1902 ging er für vier Jahre in die Lehre als Lithograf bei der Weimarer Firma Reineck & Klein. 1908 bis 1909 arbeitete er schließlich als Lithograf bei Carl Rembold in Heilbronn; 1910 ging er der Tätigkeit als Zeichner bei der Firma O. de Rycker & Mendel in Forest-lez-Bruxelles (Brüssel) nach. 1911 immatrikulierte sich Nehrling für ein Studium an der Großherzoglich Sächsischen Kunstgewerbeschule in Weimar. Hier nahm er am Farbunterricht bei Dorothea Seeligmüller sowie an der Ornamentlehre bei Henry van de Velde und am Unterricht von Dora Wibiral teil. Im selben Jahr wechselte der junge Lithograf an die Großherzoglich Sächsische Kunsthochschule Weimar. Bis 1914 studierte er bei Gari Melchers, Fritz Mackensen, Walther Klemm und Otto Rasch. 1913/14 gründete er mit Gottlieb Krippendorf und Rudolf Riege die „Künstlerkolonie Föhlritz“ bei Dermbach in der Rhön. Während des Ersten Weltkrieges diente Nehrling als Soldat in Frankreich.

Mit Gründung des Staatlichen Bauhauses in Weimar im Jahr 1919 schrieb sich Nehrling dort für ein Studium ein. Im Vorkurs und im Aktzeichenkurs lernte er bei Johannes Itten. Außerdem besuchte er die Werkstatt für Grafische Druckerei unter der Leitung von Walther Klemm. Bis 1921 studierte Nehrling am Bauhaus bis er in die neu gegründete Staatliche Hochschule für bildende Kunst Weimar wechselte, an die Walther Klemm berufen worden war. Nehrling studierte hier hauptsächlich bei Klemm und hatte ein eigenes Atelier. Seit Abschluss seines Studiums 1926 war Nehrling als freischaffender Künstler in Weimar tätig. Schon 1920 gab es einen zweiten Anlauf für die „Künstlerkolonie Föhlritz“, die unter Mitwirkung Nehrlings bis 1957 bestand. 

Ende der 1930er Jahre zog sich Nehrling aus dem offiziellen Kunstbetrieb zurück. 1942 wurde er nur noch listenmäßig als Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste wegen „geringfügig, nicht hauptberuflich ausgeübter“ künstlerischer Tätigkeit geführt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 nahm Nehrling seine künstlerische Laufbahn wieder auf. 1953 wurde er vom Rat des Bezirkes Erfurt für Studieneinsätze und Werkverträge engagiert. 1956 ging Nehrling auf Studienreise in die Niederlande. Auf Initiative der Zentralleitung des Verbandes Bildender Künstler der DDR erhielt Nehrling im selben Jahr, im Alter von 69 Jahren, die Ehrenrente der DDR für sein künstlerisches Lebenswerk.

Am 18. September 1957 starb Max Nehrling in Weimar. 

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