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QUELLE: BAUHAUS-ONLINE.DE

UMBOs Fotografien jetzt auch in Dessau

Neben László Moholy-Nagy ist Otto Umbehr, genannt UMBO, der bedeutendste Fotokünstler, der aus dem Bauhaus hervorgegangen ist und dessen Werk bis heute für die Fotografie der Moderne steht. Geprägt von frühen Erfahrungen im Umfeld der Wandervogelbewegung besuchte er von 1921 bis 1923 das Staatliche Bauhaus in Weimar und wandte sich 1926, angeregt durch seinen Freund Paul Citroen, in Berlin der Fotografie zu. UMBOs Anfangsjahre als Fotograf waren geprägt von der Welt der Schauspieler- und Künstlerbohème. Die Melancholie der Großstadt wurde sein großes Thema. Für die Wiedergabe urbaner Landschaften beschritt er einen ganz persönlichen Weg, eine Ästhetik, in der die Formprinzipien des „Neuen Sehens“ mit der expressiven Ästhetik seines Bauhaus-Lehrers Johannes Itten zusammen gehen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Atelier UMBOs und damit auch sein Archiv bei einem Bombenangriff auf Berlin zerstört. Hannover wurde zum Lebensmittelpunkt des Künstlers. In den 1950er-Jahren entstanden Fotogramme, Portraits und Reportagen vor allem für britische Auftraggeber. Als Lehrer für Fotografie und als Mitarbeiter der Kestner-Gesellschaft blieb UMBO der Kunst verbunden, doch sein Werk geriet in Vergessenheit. 1979 dann zeigte die Spectrum Photogalerie in Hannover eine erste Einzelausstellung UMBOs nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Wiederentdeckung in den 1980er-Jahren, noch kurz vor UMBOs Tod im Jahre 1980, ist seinem Galeristen Rudolf Kicken zu verdanken, der dem Fotografen versprochen hatte, sein Lebenswerk zu bewahren und sich für dessen Unterbringung in einem deutschen Museum einzusetzen. 

Den komplexe Ankauf des UMBO Nachlasses trieb dann auch die Galerie Kicken Berlin voran. Zusammen mit der Tochter des Künstlers, Phyllis Umbehr, und ihrem Ehemann Manfred Feith-Umbehr sowie durch die Kulturstiftung der Länder und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Ernst von Siemens Kunststiftung und die LOTTO-Stiftung Berlin wird die Erwerbung des fotografischen Gesamtwerkes möglich.

UMBOs Werke sind für die Sammlungen der drei Museen ein substanzieller Zugewinn. Für die Berlinische Galerie zeichnen seine Arbeiten aus den 1920er- und den frühen 1930er-Jahren ein repräsentatives Bild der kulturgeschichtlich bedeutenden Zeit der Weimarer Republik, der vielleicht wichtigsten Jahre der Moderne in Berlin. Für Hannover bedeutet der Ankauf einerseits ein Stück wiederentdeckter Kunstgeschichte der Stadt. Zum anderen ist er ein wichtiger neuer Baustein und eine markante Erweiterung der Fotoabteilung, auch im Hinblick auf die Geschichte der Bildreportage. Die Stiftung Bauhaus Dessau hat jenen Teil des UMBO Nachlasses aufgenommen, der im unmittelbaren Bezug zur Fotografie am Bauhaus steht. Durch die UMBO Werke wird nun der Bereich Fotografie als Bestandteil der Sammlung deutlich gestärkt. 

Die drei Museen haben vereinbart, die wissenschaftliche Erschließung und Vermittlung in enger Zusammenarbeit umzusetzen und sich jeweils die Teilbestände zur Ausleihe zur Verfügung zu stellen. 2019 ist eine gemeinsame Ausstellung der drei Häuser geplant, mit jeweils inhaltlichen Schwerpunkten. 

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QUELLE: DESIGNMADEINGERMANY.DE

Visuelles Erscheinungsbild für die Burg

Im 100. Jahr ihres Bestehens präsentiert sich die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle mit einem neuen Erscheinungsbild, welches unter dem Leitgedanken „Identität und Differenz“ steht.

Das neue Erscheinungsbild folgt der Grundidee eines dynamischen Baukastensystems aus konstanten und flexiblen Elementen, welche in unterschiedlichen Konstellationen und Größenordnungen miteinander kombiniert werden können. Es wurde entwickelt und gestaltet unter der Leitung von Andrea Tinnes, Professorin für Schrift und Typographie im Fachbereich Design und bis 2014 Prorektorin für Kommunikation, zusammen mit Wolfgang Hückel, Anja Kaiser und Wolfgang Schwärzler. Der Gestaltungsprozess erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Hochschulgemeinschaft und führte zu einem lebhaften wechselseitigen Dialog zwischen Design und Nutzung, in dem auf die unterschiedlichen Kontexte zielgerichtet und individuell reagiert werden konnte.

Zitat des Rektors der Hochschule: „Unser neues Erscheinungsbild genießt eine hohe Akzeptanz innerhalb der Hochschule, da es sich über eine lange Zeit mit vielen Gesprächen und intensivem Austausch entwickelt hat und die Hochschulgemeinschaft bewusst in den Entwicklungsprozess integriert wurde“, so der Rektor Dieter Hofmann. „Es besticht vor allem durch sein flexibles Baukastensystem, das die Einbettung in verschiedene Kontexte und individuelle Möglichkeiten der Aneignung zulässt.“

Links
Pressemitteilung der Burg
Handbuch der Gestaltungsrichtlinien
Schrifthandbuch Burg Grotesk

Auftraggeber
Burg Giebichenstein
Kunsthochschule Halle

Projektleitung
Andrea Tinnes

Konzept und Design
Wolfgang Hückel
Anja Kaiser
Wolfgang Schwärzler
Andrea Tinnes

Schriften
Burg Grotesk
Minion

Fotos und Set Design
Sanna Schiffler
Judith Will
Matthias Ritzmann

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FORMOST

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