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Mit essbaren Stiften malen!

News & Stories — 12. Februar 2015
von Matthias Kanter
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Liebe Verwandte haben mit ihren Paketen in die DDR in meiner Kindheit manchen Mangel ausgeglichen. Darüber hinaus gab es Produkte, die sie so schätzten, dass auch wir daran teilhaben sollten.

Zur ersten Gruppe gehörte der Kaffee, die Jeanshosen oder Schallplatten.

Zu den Dingen, die es durchaus auch im Osten gab und die ich trotzdem nur aus dem Westpaket in Erinnerung habe, gehören die Wachsmalkreiden von Stockmar und Caran d'Ache.

Große, gut durchgefärbte Klötze, die intensiv nach Honig und Wachs dufteten und später wasservermalbare Wachskreiden, die wir bis zum letzten Bruchstück vermalten. Mit dem Schulbeginn gab es dann die Großsortimente mit feinsten Farbabstufungen als Buntstifte.

Auch wenn Faber Castell eine ähnliche Produktpalette in Deutschland herstellte, waren in unseren Kinderzimmern die Zeichenmaterialien der Schweizer beliebter. Sicher kauft niemand Malmaterial für Kinder bewusst nach dem Duft, aber rückblickend ist es gerade der gute Geruch, der mir in Erinnerung geblieben ist.

Nun ist unsere Nase ja ein feines Analyseinstrument. Wir sprechen von Instinkt oder Gefühl und doch gibt es längst wissenschaftliche Forschungen, die unserer Nase als hochkomplexen Informationslieferanten analysieren. Manche Partnerschaft scheint heute geruchsbasierter, als man es sich vor 10 Jahren vorstellen konnten.


Wenn wir jetzt einen Blick auf gesetzlichen Beschränkungen zur Verwendung von giftigen Stoffen in Kindermalstiften ansehen, fällt auf, dass nur die wenigsten Hersteller völlig "schadstofffreie" Stifte herstellen. Gleichzeitig lassen die Vorschriften aber die Verwendung im Kinderzimmer uneingeschränkt zu, da es sich ja nicht um "Lebensmittel" handelt.

Das heißt, wenn Kinder sich regelmäßig die Hände waschen und nicht an Stiften lecken und kauen, ist alles super.

Sollte man das nicht absichern können, scheint alles katastrophal.

Was also schon Eltern seit Jahren mit Weichmachern in Plastik und Giften in Spielzeug beunruhigt, kennt ein noch unbekanntes Kapitel in Buntstiften und Kreiden.

Wer also zufällig ein Kind haben sollte, dass mal an Stiften leckt und mit bunten Händen zum Keks greift, der braucht "essbare" Stifte. 

Dass der Traditionshersteller Caran d'Ache schon immer für solche Kinder seine Inhaltsstoffe abstimmt, hat mich natürlich besonders gefreut und vielleicht war der gute Geruch kein Zufall. Wieder mal ein Bereich wo 
"Geiz" nicht so besonders "geil" erscheint und der Gesetzgeber mehr die Interessen der Hersteller, als die der Kinder im Blick hatte? 


Schön, dass der Qualitätsmarktführer aus der Schweiz schon immer essbare Stifte herstellte.

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