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Zu Besuch bei Zeha Berlin

News & Stories — 01. April 2017
von Matthias Kanter
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Mit zeha hat man immer den richtigen Auftritt.

Verabredet haben wir uns mit Alexander Barré in Berlin Mitte unweit von einem der drei Zeha-Läden.


In einer größzügigen Altbauwohnung tickt das Herz des Sportschuhrevivals, das längst zu Berlins obercooler Streetware erklärt wurde. Schon beim handgemachten Kaffee taucht uns Alex in die junge Firmengeschichte voller Höhen und Tiefen, die volle Energie verströmend, weil sie in der Gegenwart positiv enden. Unser Alter, Herkunft und Dinge, die uns begeistern haben schnell so viele Schnittmengen, dass Stichpunkte reichen um Überstimmungen zu fixieren .

In einer größzügigen Altbauwohnung tickt das Herz des Sportschuhrevivals, das längst zu Berlins obercooler Streetware erklärt wurde. Schon beim handgemachten Kaffee taucht uns Alex in die junge Firmengeschichte voller Höhen und Tiefen, die volle Energie verströmend, weil sie in der Gegenwart positiv enden. Unser Alter, Herkunft und Dinge, die uns begeistern haben schnell so viele Schnittmengen, dass Stichpunkte reichen um Überstimmungen zu fixieren.


In einer größzügigen Altbauwohnung tickt das Herz des Sportschuhrevivals, das längst zu Berlins obercooler Streetware erklärt wurde. Schon beim handgemachten Kaffee taucht uns Alex in die junge Firmengeschichte voller Höhen und Tiefen, die volle Energie verströmend, weil sie in der Gegenwart positiv enden. Unser Alter, Herkunft und Dinge, die uns begeistern haben schnell so viele Schnittmengen, dass Stichpunkte reichen um Überstimmungen zu fixieren .


Das dem Typ Alex seine eigenen Schuhe stehen und man ihm den ehemaligen Leistungssportler noch ansieht, illustriert die Geschichte von der Wiedergeburt der Marke perfekt.


Am Anfang stand die Suche nach Restbeständen von DDR Sportschuhen die man unter Freunden verteilen wollte. Man kam spät und merkte bald, dass es zu spät war. Ein Anruf bei dem Bürgermeisteramt im historischen Herstellungsort brachte aber schnell Kontakte zu ehemaligen Firmenmitarbeitern. Hier zeigt sich Alex interessierter als ein gewöhnlicher Sportschuhkäufer und macht sich auf die Reise. Mit dem alten Produktionsleiter im kleinen Heimatmuseum bleibt die erste Beute viele Geschichten und Fotos von historischen Modellen, aber der Berliner ist infiziert ohne je etwas über Schuhherstellung gelernt zu haben.


Der Freudeskreis in der Hauptstadt sichtet gemeinsam die alten Modelle und ist sich schnell einig, welche Elemente auch heute begehrenswert erscheinen. Kein Schuh ist es komplett, kein Schnitt fertig und auch kein historischer Leistensatz steht zur Wiedergeburt der Klassiker bereit.


Dass der damals kreierte Carl Hässner Schuh noch heute der Bestseller ist, spricht für das kreative Potenzial dieser Runde. Dass der Markenschutz der Marke Zeha just zu dieser Zeit ausgelaufen war, nimmt Alex heute eher als gutes Omen für Erfolg. Denn die Arbeit begann erst und nichts war so günstig wie die Markensicherung.


Als Maschinenbauer konnte er zwar manche technologische Prozesse besser begleiten, aber erst heute fühlt er sich als Schuhmacher sicher. Was gelernt werden musste, nahm er als willkommene Herausforderung und gerade in den ersten Monaten scheint ihm sein achtungsvoller Blick auf die Leistungen der Vorväter manchen Wissensschatz erschlossen zu haben bei Fachleuten, die niemand mehr beschäftigen wollte.


Diese Haltung spricht auch aus den vielen Sammlungsstücken in seiner Bürowohnung und der liebevoll genutzten Hellerrauschrankwand seiner Eltern im eigenen Büro. Hier hat einer Wurzeln und pflegt diese Wurzeln, was man auch seinen eigenen Produkten anspürt.

Dass es danach nicht ohne Probleme nur noch Aufwärts ging, bis die internationale Modewelt Zeha zur Berliner Geheimmarke erklärte, ist klar, aber vor uns sitzt ein Sportler. Ein Hinderniss ist eine Herausforderung, ein Rückschlag nur ein Grund, die Technik zu verfeinern und neu Anlauf zu nehmen. Und doch geht es Alex spürbar um mehr als immer neue Bestmarken. Vielmehr muss das gute Produkt sich auch für die Macher gut herstellen lassen.


Immer wieder redet er von den Nähern und illustriert eine Sehnenscheidenentzündung, wenn er eine limitierte Stückzahl als gewollt erklärt. Gern können es noch ein paar gute Händler mehr werden, aber eigentlich findet er Zeha wie die Marke im Moment da steht wunderbar.


Es klingt wie bei einer Band, die sich im Klubformat eingerichtet hat, ihre Fanbase liebt, aber auch genießt, noch wirklich in Kontakt mit ihr zu stehen. Die Rechnungen können bezahlt werden, neue Projekte sind am Start, aber es bleibt auch genug Luft zum Leben.


Viel wichtiger ist den Machern, dass ihr Produkt langfristig hält was sie versprechen wollen. Eine deutsche Firmengeschichte bekam so in Berlins Mitte ihr Update und eine Zukunft.


Wenn irgendwann ein kleine Manufaktur in Deutschland die Zehaprodukte fertigen  könnte wäre Alex sofort dabei aber als Weltenbummler ist die Werkstatt in Portugal zur Zeit auch ganz ok.


Unser erster Besuch war sicher nicht der Letzte. Wir werden mehr Zeha Schuhe in Zukunft anbieten und noch mehr Freude dabei haben. Eine weitergehende Zusammenarbeit ist angedacht und wenn ein Unternehmen den passenden Geschäftsführer hat, kann das nur gut werden. Alex paßt gut zu Zeha und Zeha ist gute Ware. Das ist schon mal klar!

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