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Frauen am Bauhaus

News & Stories — 05. März 2021
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Zum Weltfrauentag
Im 19. Jahrhundert hatten Frauen in Deutschland bis auf wenige Ausnahmen zu Kunstakademien keinen Zugang; sie konnten lediglich Privatunterricht nehmen. Als Walter Gropius 1919 in Weimar das Staatliche Bauhaus eröffnete, ist die Lehranstalt eine der ersten ihrer Zeit, die Frauen zur Ausbildung zulässt. Die Fachbereiche der Schule reichen von Architektur über Malerei, Weberei und Fotografie bis hin zu klassischem Handwerk.
 Die jungen Wilden rüttelen an Prüderie, Konventionen, Bürokratie und Klassenschranken des Kaiserreiches.

Doch der Schein der Gleichberechtigung und Fortschrittlichkeit trügt. Die Studentinnen am Buahaus werden nicht gleichbehandelt. Gropius selbst nimmt an, dass Frauen nur zweidimensional denken können. "Sie gingen alle in die Weberei. Ob sie wollten oder nicht", beschreibt Gertrud Arndt den Weg der meisten Bauhaus-Studentinnen.

Allen Widerständen zum Trotz gibt es aber immer wieder Pionierinnen, die sich den Zugang zu Männerdomänen erkämpfen.
Alma Siedhoff-Buscher schafft den Sprung in die Holzwerkstatt. Dort baut sie multifunktionale Kindermöbel und Spielzeuge, die bis heute ein Verkaufsschlager sind.
Die wohl bekannteste Bauhaus-Absolventin, Marianne Brandt, bringt es in der Metallwerkstatt bis zur Lehrerin. Sie sagt: "Zuerst wurde ich nicht eben freudig aufgenommen. Eine Frau gehört nicht in die Metallwerkstatt, war die Meinung."
Heute verkörpern Marianne Brandts Teekannen, Aschenbecher und Lampen geradezu ikonisch die Bauhaus-Ideen von schlichter Eleganz und Funktionalität.
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