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Zeitlos

News & Stories — 27. März 2015
von Matthias Kanter
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Wenige Begriffe sind im Designbereich so abgenutzt wie der Begriff "zeitlos". Es scheint einer höheren Weihe gleich, eine Lösung zu finden, der man ihre Entstehungszeit nicht ansieht und die modern bleibt.
Nun hat dieses Ziel zu allen Zeiten mächtige Feinde. Ein vorherrschender Zeitgeist (Mode) und die Eitelkeit der Gestalter sind nur zwei davon.

Technische Innovation hat auch nicht wenige gute Gestaltungslösungen zu historischen Produkten gemacht. Trotzdem wird uns ständig von zeitloser Schönheit vorgeschwärmt, wo optische und technologische Verschleißfestigkeit nicht gegeben scheint.

Einen deutschen Designer, für den wir diesen abgenutzten Begriff gern reparieren würden und der ihn wirklich mit Bedeutung füllen kann, ist Wilhelm Wagenfeld. Schon wenige Jahre nach seiner Zeit am Bauhaus Weimar war er der typischen Bauhausformsprache entwachsen und hat ein Lebenswerk geschaffen, das heute neu betrachtet werden sollte.

Mit seiner Türklinke von 1928, entworfen im Staatlichen Bauhaus Weimar, ist ihm das besonders eindrücklich gelungen. Wenn man diesen Entwurf mit der berühmten Gropius Türklinke vergleicht, kann ich mir weitere Worte sparen.

Gropius hat sicher eine der schönsten Bauhaustürklinken entworfen. Wagenfeld fast zur gleichen Zeit eine der besten Türklinken.

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