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Ein Gefühl von Skandinavien an der Elbe

News & Stories — 07. Februar 2015
Inmitten einer wunderschönen Landschaft liegt an der Elbe die Stadt Dömitz. Hier ist ein idealer Ort, um sich zu erholen und die Seele baumeln zu lassen. Oder aber um tätig zu sein.

Das dachte sich jedenfalls der Designer Tim Schinkel, als er vor 13 Jahren hier sein Unternehmen gründete. Aus Eigenbedarf heraus entwickelte er einen Wickeltisch, der seinen Ansprüchen gerecht wurde, denn eine passende Lösungen hatte der junge Vater bisher nicht gefunden. Danach kam das erste Kinderbett und eine ganze Reihe weiterer Produkte entstand.


Diese Möbel sollten aber nicht nur im eigenen Heim zu finden sein und so wuchs die Idee für das Unternehmen, welches mittlerweile sogar bis nach Japan exportiert. Sein Hauptaugenmerk sind Kindermöbel, die sich an die Umgebung anpassen, mitwachsen oder Platz sparen.

So wundert es nicht, dass seine Arbeiten mittlerweile vor allem für Krankenhäusern oder Kindergärten sehr begehrt geworden sind. Sein schlichtes Design wirkt skandinavisch und der moderne Firmensitz in malerischer Umgebung ist eine architektonische Attraktion.


Uns ist die Familie Schinkel schon sehr ans Herz gewachsen, denn nicht nur die Qualität und der Ideenreichtum, den wir so schätzen, sondern auch ihr Engagement zeigen, wie weltgewandt die Dömitzer sind. Kürzlich trafen wir uns vor Ort, um Nutzungskonzepte für das zweitälteste, in Dömitz ungenutzte, mitten im Zentrum gelegene Karstadtgebäude zu finden.
Ein prachtvoller Industriebau, in dem sich einige Visionen verwirklichen lassen können. Beispielsweise eine Sommer-Design-Akademie?!
Gemeinsam mit Tim und Sabine Schinkel eine denkbare Alternative.
Aber dies ist noch Zukunftsmusik.

Drei Fragen an Tim Schinkel


Es ist ungewöhnlich einen Möbelhersteller Ihren Formates in Mecklenburg zu finden. Wie kamen Sie dazu?


Mit dem ersten Kind fehlte es an einem "überzeugenden Wickelplatz" für das enge Bad. So machte ich mich selbst ans Werk und entwarf das erste timkid Produkt- der Wandwickeltisch ein praktischer Ort zum Windelwechseln, rückenfreundlich für die Eltern und dazu noch sehr platzsparend! Danach entstanden ein Babybett, das statt Gitterstäben Stoffwände hat + mit einer speziell entwickelten dreiteiligen Matratze schon für Neugeborene genutzt werden kann. Timkid ist im 15. Jahr seit seiner Gründung und alle Kindermöbel werden weltweit vertrieben. Der  Kinderstuhl, der einzige werklos verstellbare Stuhl hat besonders in Japan Anklang gefunden. In den vergangenen Jahren hat sich Timkid zu einem der führenden Wandwickeltisch - Hersteller entwickelt.
Wir möchten gerne dort arbeiten wo wir leben und das ist uns in Dömitz gelungen. Durch einen Neubau einer Produktionshalle konnten wir eine Wohnung auf deren Dach setzen! Jetzt wohnen und arbeiten wir dort, wo andere Urlaub machen. Im Vergleich zu anderen Bundesländern sind in Mecklenburg Immobilien günstig zu kaufen, so sind auch wir zu einem optimalen Standort in Dömitz gelangt. Ein Teil unser Zulieferer ist in Mecklenburg, also kurze Wege für die Anlieferung. Die Logistik funktioniert hervorragend. Da wir mitten in der Natur, ganz nah an der Elbe leben und arbeiten, können wir uns erlauben schöne Tage auch während der Woche zu genießen, was die Arbeit immer positiv beeinflusst. 


Worauf legen Sie besonderen Wert?


Wir möchten Kindermöbel fertigen, die unser eigenes Design haben – „klar und kindgerecht“, als Prototyp den Anforderungen durch unsere Testkinder bestehen , ergonomisch, langlebig und mitwachsend sind und aus funktionsgerechten und ökologische Materialien und aus regionaler Fertigung sind, also 100% Made in Germany.
In der Produktion werden nur regionale Materialien verarbeitet, wir stehen in engen Kontakt mit allen regionalen Herstellern und sind stets bemüht das Bestmögliche für jedes Teil zu finden. Unsere Produkte sind nachhaltig und keine Trendprodukte, etwas mit dem wir uns alle, die hier arbeiten identifizieren können. Das Design spricht besonders Kinder an, die Funktionalität überzeugt die Eltern!  
Wir arbeiten so lange an den Produkten, bis sie allen, von uns gestellten Timkid Kriterien, erfüllen. Ob Umtausch oder Ersatzteil, alles wird schnellstmöglich an unsere Kunden verschickt und es gibt Nachkaufgarantie, für alle Materialien, die bei der großen Beanspruchung von Kindern irgendwann ausgetauscht werden müssen!

Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?


Wir möchten innovative Kindermöbel designen und nicht von unserer Philosophie abweichen. Unsere Produkte sollen sich weiterhin durch ansprechendes Design, durch Langlebigkeit und durch ökologische Materialauswahl auszeichnen. Weiterhin möchte timkid dazu beitragen, dass mehr Kinderfreundlichkeit in der Öffentlichkeit möglich wird. Schon jetzt können viele Eltern ihre Babys auf timkid Wandwickeltischen in Krankenhäusern, Arbeitsagenturen, Schwimmbädern und Tankstellentoiletten windeln oder in Foyes von Banken und Versicherungen an Tischen von timkid spielen. Das kann ruhig zur Gewohnheit werden.

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BEITRÄGE AUS EXTERNEN BLOGS

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QUELLE: BAUHAUS-ONLINE.DE

Architekt für das neue Bauhaus-Museum in Berlin gefunden

„Nach vielen Jahren der Bemühungen sind wir endlich am Ziel: Aus Anlass des 100. Gründungsjubiläums des Bauhauses erhält das Bauhaus-Archiv einen Erweiterungsbau. Mit Volker Staab gewinnen wir einen der versiertesten Architekten im Bereich des Museumsbaus. Sein intelligenter Entwurf bietet uns eine Bandbreite an Möglichkeiten, sowohl museal als auch kommunikativ, in den Stadtraum und in die Gesellschaft zu wirken. Das gesamte Team des Bauhaus-Archivs freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit ihm.“ sagte Annemarie Jaeggi, Direktorin des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin. 

Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin besitzt die weltweit umfangreichste Sammlung zur Geschichte des Bauhauses. Mittlerweile ist das von Walter Gropius entworfene und 1979 eröffnete Haus zu klein geworden und wird den gestiegenen Anforderungen an ein Museum mit Archivfunktion nicht mehr gerecht. Die Besucherzahlen haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt, 2014 beliefen sie sich auf 115. 000 Besucher.

Zukünftig werden die Funktionen des Bauhaus- Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin auf zwei Gebäude verteilt. Während das Bestandsgebäude für das Archiv vorgesehen ist, wird der Erweiterungsbau mit einer Bruttogrundfläche von ca. 6.700 m2 dem Museum für Gestaltung dienen.

Das denkmalgeschützte Bestandsgebäude soll unter Wahrung der architektonischen Qualität, des prägenden Erscheinungsbilds und der denkmalwerten Substanz behutsam saniert und energetisch ertüchtigt werden. Die Funktionsanpassungen werden mit Rücksicht auf den hohen architekturgeschichtlichen Wert des Gebäudes geplant. 

In der Beurteilung der Jury heißt es zum erstprämierten Entwurf, es sein ein "

filigraner, fast zarter gläserner 5-geschossiger Turm mittig auf einer Plattform und ein eingeschossiger Riegel entlang der Von-der-Heydt-Straße", die die "einzigen wahrnehmbaren Elemente der Erweiterung des Bauhaus-Archivs" seien (...). Die mit der Brückenrampe beginnende 'promenade architecturale' behält ihre Wirkung als freigestelltes, kompositorisches Element im erweiterten Ensemble und tritt darüber hinaus in Dialog mit dem neuen Zugangsturm. Hierbei erhält der Freiraum eine neue Prägung. Das erklärte Ziel des Entwurfs, den Bestand zu stärken und gleichzeitig einen wahrnehmbaren, zeichenhaften Eingang für die abgesenkten Ausstellungsflächen zu schaffen, gelingt über diese klare und durchdachte Intervention. (...) Der Anspruch, ein einziges, als Gesamtfigur erleb- und bespielbares neues Ensemble für das Berliner Bauhausarchiv zu schaffen findet in diesem Entwurf eine überzeugende Übersetzung."

Insgesamt wurden 50 Architekturbüros zur Teilnahme aufgefordert. Hiervon waren 15 Teilnehmer gesetzt und weitere 35 Teilnehmer wurden in einem vorgeschalteten EU-weiten Bewerbungsverfahren ausgelost. 41 Büros haben einen Entwurf eingereicht.

Die Wettbewerbsjury aus prominenten Fachleuten entschied unter Vorsitz des Architektin Hilde Léon, Architekt, Berlin nach ausführlicher Diskussion wie folgt: Staab Architekten GmbH, Berlin (1.Preis), Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin (2. Preis), ARGE sinning architekten, stinner architekten GmbH, Darmstadt (3. Preis), dasch zürn architekten, Stuttgart (4. Preis), EM2N Architekten, Zürich (5. Preis) sowie eine Anerkennung für F29 Architekten GmbH aus Dresden, AFF architekten aus Berlin, Konermann Siegmund Architekten aus Hamburg und PPAG architects ztgmbh aus Wien.

Weitere Informationen finden Sie beim Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin.

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