Josef Hoffmann

Josef Hoffmann zählt zu den berühmtesten Architekten und Designern des Jugendstils. Gemeinsam mit Gustav Klimt, Koloman Moser, Josef Maria Olbrich u.a. gründete er 1897 die „Wiener Secession“.
Es gab nur wenige Menschen, die eine Epoche tiefgreifend prägten. Josef Hoffmann hat anhaltend, mit der Gründung der Wiener Secession und der Wiener Werkstätten, das Verständnis für bildende und Angewandte Kunst in Wien auf den Kopf gestellt und war ein Pionier des Jugendstils. Eigentlich soll Josef Hoffmann Jura studieren doch schon früh zeigt er Interesse für Technik.
Die Eltern zeigen Verständnis und schicken ihn auf die Staatsgewerbeschule Brünn. Der Mitarbeit beim Militärbauamt schließt er ein Architekturstudium an der Akademie der bildenden Künste in Wien an. Nach 1945 wurde Hoffmann österreichischer Generalsekretär für die Biennale Venedig und Mitglied des Österreichischen Kultursenats. 1950 erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis für Architektur. Inspirationen zu seinem räumlich– geometrischen Stil findet er in Italien.
Hier verlebt Josef Hoffmann ein Jahr, nachdem er zum Abschluss seines Studiums mit dem „Prix de Rome“ ausgezeichnet wird.
1903 gründet er zusammen mit Fritz Wärndorfer und Koloman Moser die Wiener Werkstätte nach dem Vorbild der britischen Arts and Crafts Movement.

Ziel der Werkstätte ist die Erneuerung des Kunstbegriffs auf dem Bereich des Kunstgewerbes. Sie arbeitet eng mit der Wiener Kunstgewerbeschule und der Wiener Secession zusammen und legt ihren Fokus auf die Produktion von Alltagsgegenständen, Schmuck und Möbeln. Josef Hoffman entwirft 1906 sein erstes großes Bauwerk: das Sanatorium in Purkersdorf. Kontakte zum belgischen Großindustriellen Adolphe Stoclet verhelfen ihm zur Beteiligung an einem der Hauptkunstwerke des Jugendstils in Brüssel: Dem Palais Stoclet mit dem bekannten Wandfries von Gustav Klimt, der zwischen 1905 bis 1911 erbaut wurde. 1907 ist Hoffmann Mitbegründer des Deutschen Werkbundes und 1912 des Österreichischen Werkbundes. Josef Hoffmann stirbt am 7. Mai 1956. Auch nach Hoffmanns Tod widmen ihm Kulturinstitutionen auf der ganzen Welt immer wieder Ausstellungen.
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