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Ein Sattel namens Brooks
Ein Ledersattel, der ewig hält.
Lange sah es so aus als ob fast jeder Kunststoff für die Berührung zwischen Gesäß und Drahtesel besser geeignet ist als Leder. Weiche wohlige Formen suggerierten Sitzkomfort, Wetterbeständigkeit und Fortschritt.
Lange sah es so aus als ob fast jeder Kunststoff für die Berührung zwischen Gesäß und Drahtesel besser geeignet ist als Leder. Weiche wohlige Formen suggerierten Sitzkomfort, Wetterbeständigkeit und Fortschritt. Nur Nostalgiker schienen noch am Ledersattel festzuhalten und viele Hersteller suchten nach neuen Aufgaben.
Ich kann mich noch so gut an Kaufangebote für meinen DDR-Rennradsattel aus Leder um 1995 erinnern. Erst dadurch wurde mir das Comeback der Ledersattel so langsam bewußt. Alle auf die Ferne als gut gemacht empfundenen Kollegen trugen bei Nahansicht den gleichen Stempel.
Anders bei Brooks "Made in England" seit 1866. Studiert man die Firmengeschichte sind gute Lederwaren seit Gründung die Spezialität. Genauer gesagt, Sattel, Taschen und mehr. Das man diese Geschichte besonders im Profiradsport immer kannte und ohne Unterbrechung auf gute Ledersattel setzte, hat langfristig auch die Laien unter den Radfahrern überzeugt. Heute gilt Brooks England als Hinweis auf höchste Qualität des Zubehörs und muss auch manch fragwürdige Fertigteilekombination, die sich gern Fahrradmanufaktur nennt, aufwerten. Da der Sattel heute oft das teuerste Teil ist, geht er schon mal mit ins Büro, statt beim Fahrrad zu warten und bekommt liebevoll einen Wetterüberzug bei Regen. Das alles ist ein wirklich verdienter Erfolg einer Traditionsmarke, die mehr als nur durchgehalten hat. Sattel, Taschen ETC?













