·Alle·

Obotrit - Schwerin in M.

News & Stories — 05. November 2015
Der Schweriner Uhrenhersteller gehört zu den Besten:
Am 22. Oktober wurde der Schweriner Hans-Joachim Diko zum "Meisterwerk der Woche" im Rahmen der Imagekampagne des deutschen Handwerks auserkoren. Mit seiner eigenen Uhrenmarke "Obotrit" hat sich Dikow einen Namen unter den Kennern gemacht und gehört jetzt zu den Besten von insgesamt 5 Millionen Handwerkern bundesweit.
Uhren sind sein Leben, inbesonders natürlich alte und mechanische Uhren. Ihnen widmet Herr Dikow, gelernter Uhrmacher und Graveur, seine ungeteilte Aufmerksamkeit.

Armbanduhren, alte Großuhren, Kuckucksuhren oder Kirchturmuhren, Mechanik-, Automatik- oder Quarzuhren es gibt wohl keine Uhr, der er nicht auf die Schliche kommt. Sei sie auch noch so kompliziert, packt er jede Herausforderung an. 

Immer wiederkehrende Anfragen für Umbauten und Ideen seiner Kunden brachten ihn 2010 dazu, eine eigene Uhrenmarke auf den Markt zu bringen. Die Spannweite der Reihe »Obotrit - Schwerin in M« reicht mittlerweile von zeitlosen klassischen Uhren, sportlich modernen Varianten, bis hin zu Chronographen.


Die Uhren stehen mit ihren Uhrenwerken, der hochwertigen Verarbeitung und der edlen Ästhetik ihren berühmten Brüdern in den hochpreisigen Juwelier-und Uhrengeschäften in Nichts nach. Mit Liebe zum Detail wird hier in Handarbeit gefertigt und versucht auf die Wünsche des Kunden einzugehen und sollte es etwas Spezielles sein, sind auch Sonderfertigungen keine Unmöglichkeit und wunderbare alte Uhrwerke erwachen zu neuem Leben. 

Drei Fragen an Hans-Joachim Dikow, den Klockenschauster


Woher kommt ihre Faszination für das Uhrmacherhandwerk?


Es fing im Kindesalter an - ich habe mich immer schon für technische Dinge interessiert, besonders für Feintechnik, für Elektrotechnik. Ich wollte eigentlich Rundfunk- und Fersehmechniker, werden, bekam aber keine Lehrstelle. Ich bekam das Angebot eine Uhrmacherlehre zu beginnen und das wars. Ich kniete mich in die Ausbildung und erreichte einen sehr guten Abschluss. Ich war einige Jahre als Uhrmacher tätig. Bekam Ende der Siebzieger Jahre von der Betriebsleitung des Schweriner Diensleistungsbetriebes, in dem ich als Uhrmacher tätig war, das Angebot eine Graveurwerkstatt im damaligen Betrieb auzubauen. Ich nahm das Angebot an, forderte aber, dass ich die Ausbildung als Graveur wahrnehmen kann. Ich bekam die Zusage und ich wurde auch Graveur und ich habe die Graveuwerkstatt aufgebaut.


Ich war viele Jahre als Graveur und Werkstattleiter tätig. Dann kam die sogenannte Wende. Der Dienstleistungsbetrieb wurde als einer der ersten Betriebe platt gemacht und mit mir wurden viele Menschen arbeitslos. Ich nahm eine kaufmännische Ausbildung wahr, denn zum damaligen Zeitpunkt sah ich für mich keine Zukunft in der Uhrmacherei. Der Grund liegt darin, dass ich es so gesehen habe, dass sich die Menschen nach der Wende verständlicherweise für viele neue Dinge interessiert haben - für neue Autos, für Häuser, für Möbel, für Uhren aus dem Westen (vor allem Quarzuhren) und ich sage immer, "für bunte Becher".


Aber seit einigen Jahren gibt es eine enorme Wiederbelebung der Uhrenindustrie im mechanischen Bereich, vor allem auch im hochwertigen Bereich. Es gibt auch bei den Menschen ein Wertebesinnen, man lässt sich alte Uhren wieder aufarbeiten. Und für diese bedarf es erfahrene Fachleute - ebend auch Uhrmacher. Das habe ich 2006 erkannt und einen fantastischen Laden für mich und meine Ideen in der Schweriner Münzstraße gefunden, mich als Uhrmacher selbstständig gemacht, Ideen entwickelt - versuche diese umzusetzen, was mir teilweise auch gelungen ist. Ich setze unwahrscheinlich viel Fleiß und Selbstdisziplien ein. Und so bin ich das was ich jetzt bin.

Was ist Ihnen bei Ihrer Arbeit besonders wichtig?


Ich versuche über Jahre gute Arbeit abzuliefern und Dinge zu reparieren, die fast unlösbar sind. Hierdurch gibt es viele Empfehlungen, auch über die Landesgrenzen hinaus. Und natürlich meine Uhrenmarke "Obotrit - Schwerin in M." voranzutreiben, die es seit ca. 5 Jahren gibt.

Erzählen Sie uns doch noch mehr über Ihre eigenen Kreationen.


Obotrit – Schwerin in M.“ ist die eigene Hausmarke von mir. Die Obotriten waren eine Untergruppe der Westslawen, die im Mittelalter auch im Schweriner Bereich siedelten. Mit dem Zusatz „Schwerin in M.“ haben in der Vergangenheit viele Schweriner Handwerksbetriebe ihre Waren versehen, als Schwerin noch Residenzstadt von Mecklenburg war. So tragen unsere Uhren Traditionelles in die Welt!

Begonnen hatte alles im November 2010 mit der Obotrit – Classic. Diese Uhren sind zeitlos schön und auch voll im Trend. 2012 habe ich einen Partner gefunden, mit dem ich die Angebotspalette an Uhren erweitern konnte. So gibt es seit August Kleinserien im Damen- und Herrenuhren-Bereich mit Quarz-, aber auch mit Automatic-Werken. Zu unserem neuen Sortiment gehören ebenfalls Chronographen mit Quarzuhrwerken. Aber wir fertigen auch spezielle Chronographen selbst an. Hier fügen wir eingekaufte einzelne Module selbst zusammen, die wir zum Teil in eigener Werkstatt nach eigenen Ideen modifizieren. Als Antriebsmodul dient derzeit das altbewährte ETA-Werk 7750. Die Gehäuse haben ohne Krone einen Durchmesser von 42 und 47mm.

·Alle·

News & Stories

alle anzeigen
Bitte warten