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Designer nannten sich mal Gestalter und später Formgestalter.

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Das simultane Begreifen eines Visionärs

László Moholy-Nagy war wohl einer der vielschichtigsten und visionärsten Künstler und Gestalter seiner Zeit – und damit ein typischer Bauhäusler. Der Denker, Lehrer und Utopist war auch immer auf der Suche nach einer neuen Synthese von Kunst und Technologie. Er war einer der ersten, die sich mit den damals neuen künstlerischen Verfahren wie Fotografie und Film beschäftigten und legte damit einen Grundstein für die heute gängige Medienkunst. Ein wichtiger Teil von Moholy-Nagys interdisziplinärer Arbeit war die Pädagogik – hier ging es ihm darum, die „Bildung des Verstandes um Erziehung der Gefühle ergänzen, Sinne schulen, Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Denken und Fühlen in Einklang bringen“, wie er im Vorwort seines letzten Buches „Vision in Motion“ schreibt. In diesem 1947 nur auf englisch erschienenem Werk enthüllt Moholy-Nagy sein künstlerisches Konzept und gibt gleichzeitig Einblick in seine pädagogische Arbeit am Chicagoer Institute for Design. Weil er dabei – neben Studentenarbeiten – verschiedene bekannte Beispiele aus Malerei, Fotografie, Plastik, Film oder Literatur anführt, schafft er gleichzeitig eine Zusammenfassung der künstlerischen und gestalterischen Meilensteine der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts. Dieses wegweisende Werk ist nun endlich in deutscher Übersetzung bei Spector Books als Band 39 der Edition Bauhaus erschienen.

Man kann sich diesem reichhaltigen Buch – wie übrigens vom Autor explizit durch die Buchgestaltung intendiert – auf zwei Arten nähern: einerseits klassischerweise die „geschriebenen Gedankengänge durchackern“, oder aber mit dem umfassenden Bildmaterial beginnen und sich über die vielen Fußnoten und Bildunterschriften in den Text zeihen lassen. Getreu dem Buchtitel: „Sehen in Bewegung“, das Moholy-Nagy folgendermaßen definiert: „Sehen in Bewegung ist simultanes Begreifen. Simultanes Begreifen ist schöpferische Leistung – Sehen, Fühlen und Denken in Bezug zueinander“. Diese Idee funktioniert auch bei der sehr gelungenen Gestaltung des Berliner Büros Müller & Wesse, die einem der Vorreiter der visuellen Kommunikation – Moholy-Nagy beschäftigte sich sehr mit dem Verhältnis von Bild und Text – überaus gerecht wird, gerade auch weil das Ziel erreicht wurde, dem amerikanischen Original von 1947 so nahe wie möglich zu kommen.

Komplettiert wird „Sehen in Bewegung“ mit einem kleinen, aber feinen Beiheft, das neben einem Vorwort des Herausgebers Philipp Oswalt und einem Grußwort der Moholy-Tochter Hattula die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte der Publikation sowie einen Link zu sechs selten gezeigten Kurzfilmen Moholy-Nagys bereithält.

„Sehen in Bewegung“ wurde in der Kategorie „Fotogeschichte“ beim Deutschen Fotopreis 2015 nominiert.

  • László Moholy-Nagy: Sehen in Bewegung. Edition Bauhaus 39, Stiftung Bauhaus Dessau/ Philipp Oswalt (Hg.), Übersetzung Herwig Engelmann, Gestaltung Müller & Wesse Berlin,376 Seiten, zahlreiche s/w- und Farbabbildungen, fadengehefteter Festeinband, 42,- €, ISBN 978-3-944669-32-8, erschienen bei Spector Books, Leipzig 2014

Im Bauhaus-Archiv Berlin / Museum für Gestaltung läuft bis zum 15. Januar 2015 die Ausstellung "Sensing the Future: László Moholy-Nagy, die Künste und die Medien" zur Medienkunst des visionären Gestalters.

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